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Akustikplatten: Beratung + Kaufratgeber

Akustikplatten zur Schall-Absorption

Akustische Dämmung zur Schallabsobation kann durch Platten, die aus einem guten Dämmstoff gegen bestimmte Frequenzen besteht, leicht erreicht werden. Sie reduzieren den Lärmpegel und können an eine Wand, Decke oder für den Fußbodenaufbau eingesetzt werden.

Schall und Lärm nerven und können krank machen, wenn wir diesen dauerhaft ausgesetzt sind. Dabei ist es nicht erheblich, was den Lärm auslöst – jeder Lärm schädigt uns nachhaltig. Lärm versetzt unseren Körper in Stress und Stress ist nicht gesund, da sind sich sicher alle einig. Es sind sogar Fälle von Herzerkrankungen berichtet wurden unter anhaltender Lärmbelästigung. Um zu wissen, wie hoch die Lärmbelästigung tatsächlich ist, kann ein Schallpegelmessgerät eingesetzt werden.

Die Lösung

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen drei verschiedene Arten des Schalls:

 

  1. Der Luftschall: er breitet sich über die Luft aus und wird von Menschen, Tieren oder auch Maschinen verursacht. Der Schall trifft also auf Dinge auf und wird zum Teil reflektiert, zum Teil in Wärme umgewandelt und dann an der gegenüberliegenden Seite als Luftschall wieder abgegeben.
  2. Der Trittschall: er ist eine Varietät des Körperschalls. Als Trittschall werden auch Geräusche von fallenden Gegenständen auf den Boden bezeichnet.
  3. Der Körperschall: er hat sein Entstehen in Schwingungen (Schallwellen) von Gegenständen (Objekten). Die Schallwellen dringen dabei in Wände oder Decken ein und werden davon weitergeleitet.

 

Die Abhilfe kann hier sein, als Schallschutz sogenannte Akustikplatten oder auch Akustikpaneele anzubringen. Die Akustikplatten sind im Normalfall Decken- oder Wandplatten, variabel in Größe und Beschaffenheit, die die Akustik in einem Raum positiv beeinflussen.

Achten Sie auf das richtige Material

  • Die Akustikplatten können dabei aus unterschiedlichsten Materialien gefertigt sein, etwa: Holz, Holzwolle, Gips, Kork, Kokosfaser, Hartschaum oder Pressspan.
  • Die unterschiedlichen Materialien, die Dicke der Platten und die Oberflächenstruktur haben direkten Einfluss darauf, welche Frequenzen von der Akustikplatte absorbiert werden.
  • Akustikpaneele werden in der Regel aus Holz (Furnier oder MDF-Platten) gefertigt. Mit diesen Paneelen ist es möglich, ganze Wände, große Platten oder auch nur Teile (etwa eine Türe) vor Schall zu schützen.
  • Bei den Paneelen ist darauf zu achten, dass ein gewisser Abstand zur dahinterliegenden Wand eingehalten wird, damit sich ein sogenannter “Helmholtz-Resonator” bildet, in welchem eine spezielle Resonanzfrequenz vorherrscht.
  • Bei der Montage hat sich eine solide Unterkonstruktion als sehr hilfreich erwiesen. In den Hohlraum, der dadurch entsteht, sollte zumindest ein Akustikvlies eingelegt werden.

Der Absorptionsgrad

Dieser Absorptionsgrad hat direkten Einfluss auf die Nachhallzeit. Je nachdem, wo die Platten eingesetzt werden sollen und auf welche Weise sie die Akustik beeinflussen sollen, kommen unterschiedlichste Akustikplatten zum Einsatz.

So gibt es gelochte Modelle, Modelle mit Schlitzen oder auch mit Stoff überzogene Akustikplatten. Weiterhin gibt es feuerfeste und auch wasserabweisenden Akustikplatten.

Auch unterscheiden sich die Akustikplatten anhand ihrer Absorberklasse.

Hierfür gibt es die DIN EN 11654, in welcher die Platten den einzelnen Klassen zugeordnet werden.

Absorberklassen

 

  • A: die höchste, größte Schallabsorption (höchst absorbierend). Schallabsorptionsgrad: 0,90-1,0.
  • B: große Schallabsorption (höchst absorbierend). Schallabsorptionsgrad: 0,80-0,85.
  • C: hoch absorbierend. Schallabsorptionsgrad: 0,60-0,75.
  • D: absorbierend. Schallabsorptionsgrad: 0,30-0,55.
  • E: wenig absorbierend (gering absorbierend). Schallabsorptionsgrad: 0,15-0,25.
  • nicht deklariert. Schallabsorptionsgrad: 0,00-0,10.

 

Akustikplatten und verschiedene Frequenzen

Töne haben bestimmte Frequenzen, welche die Höhe der Töne beschreibt. Gemessen werden diese in der Maßeinheit Hertz “Hz”.

Die tiefen Töne haben dabei eine niedere Frequenz (z.B. 200Hz), die hohe Töne weisen einen hohen Hertz Wert(z.B. 9000Hz) auf.

Musik, Stimme, Worte und Geräusche bestehen aus einer Mixtur aus unterschiedlichsten Frequenzen. Das menschliche Gehör umfasst einen Bereich von etwa 20Hz bis etwa 16000 Hz.

Der Nachhall

Der Nachhall ist vergleichbar mit dem Echo, das sicher jeder von ihnen kennt. Besonders beim Nachhall ist jedoch, dass die Reflexionen des Schalls in kürzesten Zeitabständen aufeinander folgen und sie sich dann wie ein einzelner, langer Klang anhören.

Diese Schallreflexionen werden sehr langsam absorbiert. Sie kennen dieses Phänomen sicherlich aus Kirchen oder auch großen Konzerthallen. In diesen Örtlichkeiten ist dieser Effekt jedoch so gewollt, um die Qualität der Klangs zu verbessern.

Eine lange Nachhallzeit ist jedoch beim Sprechen eher hinderlich, das ist auch der Grund, warum etwa in einem Klassenzimmer eine geringe Nachhallzeit gegeben sein sollte.

Die Nachhallzeit wird ermittelt, indem der Schalldruckpegel beobachtet wird. Die Zeit, welche der Schalldruckpegel benötigt, um sich um 60 dB zu verringern, wenn der Schallauslöser ausgeschaltet wurde, das ist die Nachhallzeit.

Diese Nachhallzeit wird von den Schallabsorbern in einem Raum beeinflusst. Befinden sich viele Schallabsorber in dem Raum, so sinkt die Nachhallzeit.

Die Nachhallzeit ist auch noch von den Frequenzen abhängig. Genau bedeutet dies: die verschiedenen Frequenzen klingen unterschiedlich lange nach.

Wenn nun ein Schallschutz angebracht werden soll, so ist auf diese Frequenzen genau zu achten, da hiervon abhängt, welche Frequenzen im Nachhall gesenkt werden sollen.

Die Schallabsorber

Dies sind Materialien und Baustoffe, welche die entstehende Schallenergie absorbieren sollen. Es gibt Schallabsorber aus den unterschiedlichsten Materialien-für die verschiedensten Anforderungen.

Poröse, faserige Absorber oder auch offenporige Schaumstoffe eignen sich besonders für hohe Frequenzen. Hierbei wird die Schallenergie durch Reibung im Inneren des Materials in Wärme umgewandelt.

Möchten Sie jedoch auch die tiefen Frequenzen absorbieren, so wird das verwendete poröse Material vermutlich sehr dick sein müssen.

Nachträgliche Schalldämmung

Nichts ist nerviger, als ständig von einem Lärmpegel umgeben zu sein. Besonders in Altbauten ist die Schalldämmung meist so gut wie nicht existent, was viele Mieter und Eigentümer schier in den Wahnsinn treibt.

 

Abhilfe kann hier die nachträgliche Schalldämmung bieten. Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

  • Die Decke abhängen: hierfür benötigen Sie Rigips-Platten, welche Sie mit einem 10cm Abstand an einer bereits bestehenden Deckenkonstruktion befestigen. So schaffen Sie einen Hohlraum, in welchem Sie großzügig ihr bevorzugtes Dämmmaterial einbringen. Auf diese Weise können Sie eine Schalldämmung von rund 10dB erreichen.
  • Verkleiden Sie Decken und Wände mit Akustikplatten: harte Oberflächen (Beton etwa) reflektieren den Schall dauernd. Dies verschlechtert die Sprachqualität erheblich. Hier kann es sehr von Vorteil sein, die Wände und die Decke mit Akustikplatten zu verkleiden. Für jeden Raum und jede Einrichtung gibt es das passende Dekor und das richtige Material.
  • Bringen Sie Vorsatzschalen an: ihre Wände haben Ohren? Gerade bei Trennwänden tritt dieses Phänomen gerne auf. Hier ist es hilfreich, wenn Sie biegeweiche Vorsatzschalen an den Wänden montieren. So schaffen Sie mit einer 10cm dicken Vorsatzschale schon eine Verminderung des Luftschalls um rund 10dB.

 

Fazit

Akustikplatten sehen mittlerweile nicht nur absolut stylish aus, sie sind in vielen Fällen auch wirklich “Rettung in letzter Sekunde”. Viele Menschen sind geplagt von einem ständigen Lärmpegel und wünschen sich doch eigentlich nur etwas Ruhe in ihrem Leben und ihren eigenen vier Wänden.

Diesen lärmgeplagten Menschen kann nur empfohlen werden, sich einmal das große Angebot an schönen, dekorativen Akustikplatten genauer anzuschauen.

Für jeden Lärm (jede Frequenz) findet sich ein passendes Modell, welches sich ohne Probleme in die vorhandenen Strukturen des Raumes integrieren lassen.

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